Aufnahmeinformationen

Einwilligung

  1. Die Eltern erlauben, daß Ihr Sohn ein Internat besuchen darf.

  2. Der Junge will freiwillig in Assen sein und akzeptiert aus eigener Entscheidung das Leben im Kolleg Kardinal von Galen.

Natürlich muß er auch für das Zusammenleben mit Jugendlichen im Kolleg geeignet sein.

 

Der Eintritt kann in jede Klassenstufe des Gymnasiums erfolgen. Für das Internat besteht eine sechsmonatige Probezeit.

 

Schulische Voraussetzungen

Für die Aufnahme braucht der Schüler die dem Alter und der Vorbildung entsprechenden Voraussetzungen für die Klasse des Gymnasiums vorweisen, in die er eintreten soll.

 

Aufnahmeverfahren

  1. Besuch und Gespräch in Assen:

    Besuch der Eltern und des Schülers in Assen zu einem persönlichen Beratungsgespräch, um vor Ort einen Eindruck gewinnen zu können und um offene Fragen zu klären.

    Dazu bitte mit dem Rektor des Kollegs einen Gesprächstermin vereinbaren.

    Haus Assen, 59510 Lippborg; Tel.: (02527) 919 990; Fax: (02527) 8032

  2. Formular:

    Wer nach der Besichtigung von Haus Assen im Internat aufgenommen werden möchte, bekommt ein Info-Voranmeldungs-Formular.

  3. Anmeldung:

    Wenn das Haus mit der Aufnahme des Schülers einverstanden ist, werden die Anmeldeformulare zugesandt, die unterschrieben ans Kolleg zurückgesandt werden.

 

 

Ein Wort an die Eltern

Wer von einem Internat hört, stellt sich schnell zwei Fragen:

  1. Wieso überhaupt ein Internat?

    Jeder Junge sucht die Gemeinschaft von etwa gleichaltrigen Spielkameraden und sehnt sich danach, mit anderen Abenteuer zu erleben. Obwohl die meisten Jungen, die in Assen sind, aus Familien mit drei oder mehr Kindern stammen, haben sie zu Hause doch wenig Freunde im gleichen Alter, die ständig bei ihnen sind. Dies ist der wichtigste Grund, warum sich Jungen auf ihr Internat freuen.

    Doch ist dies nicht alles. Alleine zu Hause die Hausaufgaben zu machen ist meist langweilig: Man ist alleine! Draußen dürfen andere spielen. Man fängt an zu trödeln und macht die Aufgaben oft nur schleppend und oberflächlich. Besser geht es, wenn vom Tagesprogramm feststeht: „Jetzt machen alle ihre Hausaufgaben!” Kinder möchten lernen, doch fällt es ihnen oft schwer, sich alleine aus eigenem Antrieb hinter die Bücher zu klemmen.

  2. Warum geben heute noch Eltern ihren Kindern die Erlaubnis, in ein Internat zu gehen?

    Eltern möchten so lange wie möglich ihre Kinder alleine erziehen und „aufs Leben” vorbereiten. Dabei merken sie aber, wie Schule, Klassenkameraden, Freunde, Nachbarn, Fernsehen, Computerspiele, Zeitschriften, Sportvereine etc. einen immer größeren Einfluß auf ihre Kinder bekommen. Dies ist ganz normal und war immer so.

    Doch in den letzten Jahren ist die Situation noch etwas anders geworden. Früher konnten sich die Eltern grundsätzlich auf andere verlassen. Alle zogen am gleichen Strang. Heute aber ist dies oft anders. Das äußere Umfeld arbeitet teilweise offen und aggressiv gegen Eltern und Familien. Deshalb sind gerade jetzt Internate wieder notwendiger denn je. Ab dem Alter von etwa 12 Jahren brauchen Kinder den positiven Einfluß auch von außerhalb der Familie. Mit 12 Jahren fangen sie an, neue Orientierungspunkte zu suchen. Dies ist der Augenblick, in dem ein gutes Internat den Eltern gerade heute die Möglichkeit bietet weiterhin die eigene Erziehung auf ihr Kind wirken zu lassen, wenn sie ein Internat wählen das ihrer Erziehung entspricht. Gleichzeitig helfen die Eltern damit ihren Kindern, ihre eigene Selbständigkeit zu finden, ohne sich durch Auseinandersetzungen von den Eltern lösen zu müssen. Dies geht aber nur, wenn die Eltern voll hinter ihrem Kind stehen und auch im Internat guten Kontakt mit ihm halten. Die Eltern sind weiterhin die wichtigsten Bezugspersonen ihrer Kinder. Während der Pubertät er- leben besonders die heranreifenden Jugendlichen positiv, wie ihre Eltern ihnen durch den Aufenthalt im Internat persönliche Freiheit und Entfaltungsmöglichkeit geben. Andererseits merken sie, wie sich ihre Eltern um sie sorgen und an ihrem Leben interessiert sind. Die Eltern entlassen ihr Kind in freie Selbständigkeit und vermitteln ihm gleichzeitig Geborgenheit und Schutz. Dadurch bleiben die Eltern auf unkomplizierte Weise die Freunde ihrer Kinder.

    Seit Jahrhunderten haben die Jesuiten unzählige Jungen in ihren Kollegien auf das Berufsleben vorbereitet. Auch heute hat diese Ausbildungsform nichts von ihrem Wert als Ergänzung der Familie verloren. Im Gegenteil: Wer freiwillig einige Jahre in einem Internat verbracht hat, weiß, wie schön und fröhlich diese Zeit war. Immer mehr Eltern erahnen heute, wie notwendig eine familiäre Unterstützung ist, um den negativen äußeren Druck von ihren Kindern zu nehmen.

    In Assen wird an die guten Erfahrungen der Jesuiten und des heiligen Don Bosco angeknüpft, um viele Eltern dabei zu unterstützen, gestandene katholische Persönlichkeiten auszubilden. Dies wird gewährleistet durch die katholischen Grundwerte des Hauses und das täglich praktizierte katholische Glaubensleben.