Sylvester und Neujahr - einmal fürstlich

Und wer des Knäuels zartes Ende hält, der schlingt sich wohl durchs Labyrinth der Welt


31. Dezember 2018 – und wieder neigte sich ein Jahr dem Ende entgegen. Ein Jahr, indem Heißzeit und Ehrenmann zum Wort bzw. Jugendwort des Jahres gewählt worden sind. Ein Jahr, das überschattet wurde vom Mißbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Ein Jahr, das durch Streithähne in der Bundespolitik bestimmt wurde… Ein Jahr, das für jeden seine Höhen und Tiefen bereithielt. Kurz: Ein Jahr, das sich perfekt dafür eignete, am Ende noch einmal in eine andere Welt abzutauchen und hier auch gleich das neue Jahr zu beginnen.
Und welcher Ort eignet sich hierfür besser als Schloss Assen?! Silvester und Neujahr – einmal fürstlich. Das trifft sowohl für das weltliche als auch das geistliche Ambiente zu.
So trafen sich dann eine buntgemischte Gruppe von 25 Großen und Kleinen in den altehrwürdigen Mauern von Haus Assen. Während sich die Kleinen einem vergnügten Spielenachmittag in weihnachtlicher Atmosphäre bei Tannenbaum und Krippe hingaben, bereiteten die Großen ein fürstliches Mal und verwandelten den Speisesaal in ein märchenhaftes Ambiente. Es wurde ein Festbankett mit viergängigem Menü, heiteren Loriot-Beiträgen und kleinen Denkanstößen zum Jahresende….
Aber was wäre ein Silvesterabend ohne Jahresrückblick? Und da noch ein wenig Zeit bis zum Jahreswechsel verstreichen musste, maßen sich die Gruppen „Teller“ und „Kanne“ nach der Spielidee des „Großen Preises“ in Geschicklichkeit, Schätzfragen, Fragen nach Ereignissen, zu Personen des Jahres u.v.m. Bei gemeinsam gesungenen Weihnachtsliedern konnte dieser fürstlich-weltliche Teil des Silvesterabends ausklingen. Er hallte nach in die kurze Zeit der Stille bei der Anbetung des einzig wahren Fürsten – Jesus Christus - und vereinigte sich mit den mehrstimmigen Gesängen der Festgemeinde und dem hl. Messopfer im Kerzenschein zum neuen Jahr.
Wer kennt nicht das geflügelte Wort „Der Weg in die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“? Als Rat gab P. Stefan Skalitzky SJM seiner Gemeinde deshalb für das neue Jahr 2019 mit auf den Weg: „Verzichte auf alle Vorsätze und sei eine leere Flasche, die sich von Gottes Gnade füllen lässt.“ Denn wie Paulus‘ treffend schreibt: „Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein Apostel heiße, darum dass ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber von Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.“ In dieser weisen Erkenntnis stimmten alle freudig in das Te Deum, dem kirchlichen Lobpreis schlechthin, mit ein. Glücklich und erfüllt wurde bis in die frühen Morgenstunden das so begonnene neue Jahr begrüßt.
Seinen Abschluss fand diese schöne Feier nach einem gemütlichen Frühstück bei einem stilvollen Frühschoppen in fürstlicher Atmosphäre zu den Klängen des traditionellen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker.


Wer die Körner wollte zählen,
Die dem Stundenglas entrinnen,
Würde Zeit und Ziel verfehlen,
Solchem Strome nachzusinnen.


Auch vergehn uns die Gedanken,
Wenn wir in dein Leben schauen,
Freien Geist in Erdeschranken,
Festes Handeln und Vertrauen.


So entrinnen jeder Stunde
Fügsam glückliche Geschäfte.
Segen dir von Mund zu Munde!
Neuen Mut und frische Kräfte!


Frohes und gesegnetes neues Jahr 2019!

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